Impotenz durch Psychopharmaka – Neuroleptika & Stimmungsstabilisatoren
Neben Antidepressiva können auch andere Psychopharmaka die Sexualfunktion erheblich beeinträchtigen. Neuroleptika, Stimmungsstabilisatoren und Benzodiazepine gehören zu den häufig verschriebenen Medikamenten mit sexuellen Nebenwirkungen.
Welche Psychopharmaka verursachen Impotenz?
Neuroleptika (Risperidon, Olanzapin, Quetiapin) erhöhen oft den Prolaktinspiegel, was zu Libidoverlust und Erektionsstörungen führt. Stimmungsstabilisatoren wie Lithium, Valproat und Carbamazepin können ebenfalls die Sexualfunktion beeinträchtigen. Benzodiazepine (Lorazepam, Zopiclon) dämpfen das Nervensystem insgesamt.
Das Dilemma der Betroffenen
Wer Psychopharmaka nimmt, hat bereits eine psychische Belastung. Wenn dann die Sexualität leidet, entsteht eine zusätzliche Belastung – die viele aus Scham verschweigen, auch gegenüber ihrem Psychiater. Das Ergebnis: Die sexuellen Probleme werden nicht behandelt und verschlimmern die psychische Gesamtsituation.
Sexualtherapie als ergänzende Behandlung
Sexualtherapie ersetzt nicht die psychiatrische Behandlung – sie ergänzt sie. In der Therapie sprechen wir offen über die sexuellen Nebenwirkungen, arbeiten an Scham und Selbstbild und finden Wege, Sexualität trotz Medikation positiv zu erleben.
Wichtiger Hinweis: Setzen Sie niemals Medikamente eigenmächtig ab oder ändern die Dosierung. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem behandelnden Arzt. Sexualtherapie ersetzt keine ärztliche Behandlung – sie ergänzt sie um die psychische Komponente.
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